See you at the bitter end...

Wir standen am Ufer, in der Dunkelheit.
Du hast auf das Wasser geschaut und gelächelt, voll stiller Hoffnung.

Eine sachte Berührung an meiner Hand und unsere Blicke begegneten sich. Lichter spiegelten sich in den Wellen.
Ich senkte den Kopf, denn was wir sahen, brach uns das Herz.

Wir verloren alles. Es war Winter und Regen fiel auf das Eis.
Du warst zu scheu, um mir in den Weg zu treten, und ich ging fort.

Wie konnten wir uns hier treffen, hier am dunklen See, im Regen –
Als Freunde? Wie, wenn nicht in einem Traum?

Als ich fast zu weit weg war, bist du an den Rand getreten.
Es war dein Traum, denn du hast gewusst, dass ich mich umdrehen würde.
Es regnete stärker und die Wellen schlugen hoch.
Die Finsternis umfing Dich. Und ich wusste, dass ich Dir folgen musste.
Doch ich versuchte nicht, Dich zu erreichen. Ich habe nur zugesehen.
Diese Welt war nicht gedacht für jemanden wie dich. Du warst so voll stiller Schönheit, aber ich konnte Dich nicht lieben.

Als alle Hoffnung verloren war, nahmst du dir das Leben.
So, wie Liebende das manchmal tun.

Ich denke, ich weiß jetzt, was Du mir sagen wolltest.
Es ging Dir nicht um deinen Tod,
es war nur ein leiser Abschiedsgruß an einen Freund.
Das warst nicht Du, es war nur ein leiser Abschiedsgruß –
an jemanden, der nicht mit sich im Reinen war.

Gefangen in der kalten Bequemlichkeit des Zwiespalts.
Wer bin ich jetzt - ohne Dich?
Etwas weniger als ein guter Mensch.
Etwas weniger als ein Selbstmörder.
Die einzigen Dinge, die ich wirklich sein möchte.

Das ist er also, mein elfter Eintrag. Am Freitag war ich auf Rumpels Geburtstagsparty. War definitiv eine der lustigsten Parties in letzter Zeit.^^ Auch wenn es wieder Leute gab, die nur rumgesessen haben...

Mann, war ich froh, dass die Tarnfarbe mit Seife wegging. Tolles Zeug - wenn du Wasser drauf machst, verschmierst du es nur, aber mit Seife geht es sofort weg. Ich glaub, ich kauf mir das auch! Und dann überfall ich alte Omis im Stadtpark!

Lustigerweise habe ich den Nachhauseweg nicht heil überstanden:^^ Es war stockduster und ich hatte mir in den Kopf gesetzt, eine Plastiktüte durch die Gegend zu schießen. Hab halt zu lange schon kein Fußball mehr gespielt.

Als ich beim dritten Versuch war, (Der ganz sicher genauso supertoll wie die vorherigen geworden wäre) bin ich in einer Schlammpfütze ausgerutscht, die unsichtbar und hinterhältig im Dunkel dort platziert worden war!

Es war total witzig, eben Schwung geholt und dann lag ich flach im Dreck^^ (Ich muss dazu sagen, dass mir das auch ohne den (niedrigen) Alkoholspiegel passiert wäre.) Naja, zuhause angekommen, hab ich erstmal mit Schrecken gesehen, wie schlimm das war:

Die komplette Jacke und Hose waren hinten mit einer Schlammschicht überzogen.

Aber das wird mich nicht abhalten, das nächste Mal wieder gegen leere Tüten zu treten... man muss ja in Form bleiben!

nn 

2.12.07 00:00


A distorted reality's now a necessity to be free...

"Not Half Right I

Die Klinge hinterlässt eine rote Spur auf meiner Haut. Der altvertraute Stich, das einzige hier, das noch wirklich ist.
Ich habe versucht, al
les wegschneiden, aber ich erinnere mich noch immer an jede Minute.
Ich konzentriere mich auf den Schmerz, der letzte Freund, dem ich nicht misstrauen muss.
Ich verletze mich, um zu spüren, dass ich vielleicht doch noch einmal fühlen kann.
Mein Freund, was hast du aus mir gemacht? Alle die ich kenne, werden mich verlassen.
Am Ende
kannst du alles haben. Diese verdorbene Welt, an der mir nichts mehr liegt. Das Kartenhaus aus Hass, das ich aufgebaut habe, wird über dir zusammenstürzen. Dann werde ich lachen.

Und Du wirst leiden."

Das ist er also, mein zwölfter Eintrag. Ich frag mich, wann ich es schaffe, mal eine Woche wirklich fleißig zu sein. Ich hab heute zwar was gemacht und es war auch sehr wichtig für mein Verständnis. Aber im Endeffekt hätte ich auch mehr machen können. Ich hoffe, dass ich morgen mir weniger vornehme und dafür mehr erreiche.
So, wie die Arbeitsmentalität bei den Japanern. Es werden niedrige Ziele gesteckt, damit keiner sein Gesicht verliert, wenn er es nicht schafft und wehe, sie machen nicht alle 30% mehr! *g*

Die Amis machen es umgedreht - extrem hohe Ziele, aber wenn da nur 95% erreicht werden, stört es keinen. Wir Deutschen stecken uns natürlich die 100% als Ziel und sind zufrieden, wenn es auch die 100% sind. Die Frage ist natürlich, ob wir die 100% richtig einschätzen.^^

Werde jetzt gleich seit langem mal wieder ein paar Liegestütze machen. Ich wollte eigentlich nach den Weihnachtsfeiertagen einen muskulösen Bauch haben... als Moralschub, da ich doch sonst immer zugenommen habe.^^
Hab das jetzt 2 Wochen schleifen lassen...

Na gut, eigentlich habe ich die Zeit nicht mit Saufen, sondern mit Schreiben verplempert. Aber wat solls... Eins, zwei, eins, zwei!^^

nn

3.12.07 00:00


And every victory has a taste, thats bittersweet...

„Not Half Right II

Mein Kopf ist voller Bruchstücke, die niemand mehr zusammenfügen wird. Aber ich trage diese Last aufrecht, denn mit ihrem Gewicht werde ich Dich zermalmen.

Unter dem Mantel der Zeit verschwinden die Gefühle. Deshalb bist du jemand anderes geworden. Ich dagegen bin immer noch hier - so, wie du mich zurückgelassen hast.

Wenn ich noch einmal neu beginnen könnte, am Ende der Welt, dann würde ich vielleicht bei Sinnen bleiben... Ich würde einen Weg finden. Aber ich könnte niemals vergessen, dass du mir aus Selbstsucht die Seele zerrissen hast.“

 

Das ist er also, mein dreizehnter Eintrag. Ich habe meine Lieblingstasse zerbrochen. Sie ist mir ins Waschbecken gefallen. Normalerweise schmeiß ich ständig Sachen runter und hab dabei immer sehr viel Glück. Sehr selten geht mal was kaputt. Ich bin schon dran gewöhnt, nach dem Schrecken die Erleichterung zu spüren, dass alles noch ganz ist.

Aber diesmal war das anders. Hat einen Augenblick gedauert, bis ich realisiert hatte, dass die Tasse es nicht überlebt hat. Ist schon ein blödes Gefühl. Das war die tollste Tasse, die ich hatte. Schön geformt, hübsches Design und ein ganz besonderes Geschenk. Meine Erinnerung an meine erste große Liebe... Jetzt stehen die Scherben im Schrank. Ich glaub, das bleibt noch eine Weile so.

MIST!!

nn

4.12.07 00:00


Amity, Amity, Amity, Amity...

Wirklich lange her, dass ich so gelacht habe. Doch jetzt muss ich aufhören, sonst fange ich an zu weinen.

Ich verlasse deine Wohnung und schließe die Augen. Ich will dem Tag jetzt nicht dabei zusehen, wie er stirbt. Du stehst am Fenster und verfolgst meine unsicheren Schritte, das spüre ich. Dein Mitleid frisst an mir. Du fühlst für mich, aber es ist bitter, dass es ausgerechnet dieses und nur dieses Gefühl ist. Ich will das nicht. Ich will dich anschreien, dich umarmen und dir all das sagen, was du schon einmal von mir gehört hast. Aber was nützt es, du hattest mich abgewiesen, es würde diesmal nicht anders sein.

Ich öffne die Augen. Es ist Nacht. Man sollte dich gesehen haben, wie du dort am Fenster stehst. Du bist wunderschön, auf eine Art, wie es niemand anderes ist. Ich liebe dich, du liebst einen anderen.

Sicher, du hast es nicht verdient, einsam zu sein, aber wirst du dich mit ihm besser fühlen?

Vielleicht wirst du es bald merken: Was du von ihm siehst, ist der einzige Teil seines Lebens, den er noch zusammenhält.

Weil deine Flamme zu hell brennt, hätte ich fast vergessen, dass du im Zwielicht stehst. Auch wenn ich denke, dass du dich richtig entschieden hast, bin ich es müde, zu verlieren. Und selbst, wenn ich dich irgendwann für mich gewinnen würde und du ein Stück des Weges mit mir gehen würdest – ich würde dich nur enttäuschen.

 

Das ist er also, mein vierzehnter Eintrag. Hab jetzt lange nichts mehr geschrieben. Aber nicht, weil so wenig passiert ist, sondern weil zuviel los war.^^

War mit den Jungs auf ner Nikolausparty und hab vieel zu viel getrunken. Also eigentlich gings, aber ich war so tot vom Tag, da hat das eingeschlagen wie sonstwas. Naja, nachdem ich auf der Party was gegessen hatte, war ich auch wieder fit und weiter gings! *g*

Am Freitag war dann die Weihnachtsfeier der Blutspende. War schon toll, alle wiederzusehen. Besonders die Schwestern. Hatte schon wieder vergessen, wie hübsch die eigentlich alle sind.^^ Und seitdem wir sie nicht mehr nerven, sehen sie alle so entspannt aus, total komisch. Aber angeblich haben sie uns ja vermisst... *g* Leider war meine Lieblingsschwester nicht da. Das war eigentlich total doof, aber die Ex-Zivis haben das dann auch halbwegs ausgeglichen...^^

Das Steak, was ich gegessen habe, war total lecker. Das Beste, was ich seit langem gegessen habe. Da läuft mir jetzt noch das Wasser im Mund zusammen. Ne Soße aus grünen Pfefferkörnern. Mmhhhhhh! =)

Heute ist Poker, mal sehen, wie das ausgeht...

nn

8.12.07 00:00


Took a long time to stand, took an hour to fall...

Ich bekomme keine Luft! Meine Hände schließen sich um die eisigen Bänder, die meine Brust zerquetschen. Ich spanne meine Muskeln an - bis zum Zerreißen und darüber hinaus. Schon schmecke ich Blut, meine Glieder zucken unter Krämpfen, aber ich muss diese Kette sprengen!
Es ist mir unerträglich, so gefangen zu sein, ich will laufen, bis meine Lunge brennt! Ich will spüren, dass ich noch lebe!
Ich werde diese dunklen Mauern niederreißen! Ich werde meine Hand ausstrecken und die Flammen berühren.


Ihr habt mich geblendet, aber ich spüre dennoch eure höhnischen Blicke auf mir. Die Fesseln schneiden mir ins Fleisch, doch diesmal werde ich nicht zurückweichen. Ich brülle meine Wut heraus, die Kettenglieder zerreißen und peitschen durch den Raum!
Ich werfe mich in rasendem Zorn all denen entgegen, die mir widerstehen wollen. Eure Schreie verhallen ungehört, dann bin ich allein. Ich zögere nicht mehr. Der Wall wankt, als ich mich dagegen werfe.

Jetzt gibt es kein Zurück, und wenn ich auch alles verlieren sollte. Ein Knochen splittert, feuriger Schmerz explodiert in meiner Schulter. Ich stürze und versuche mich abzufangen, aber die Welt verschiebt sich, ich greife ins Leere. Alles wirbelt spottend um mich, mein Kopf schlägt hart auf. Der Schwindel umfängt mich, meine Hände streichen über rauen Fels. Aber jetzt ist keine Zeit, ich darf noch nicht schlafen. Ich muss aufstehen. Es gibt da noch etwas…


Die Staubwolke löst sich auf und ich taumle ins Freie. Und plötzlich spüre ich es – das Sonnenlicht auf meinem Gesicht. Du fängst mich auf und lässt mich sanft zu Boden gleiten. Irgendwo hier standest du und hast auf mich gewartet. Ein schönes Gefühl...

Es geht mir schlecht. Du sagst: „Unsere Liebe wurde vom Wind davon geweht, ihre Einzelteile wurden zu Staub zertreten. Aber ich weiß einen Ort, wo uns niemand quält. Einen Ort, an dem alles besser ist. Und wenn ich dorthin gehe, gehe ich nur mit dir.“
Deine Worte hallen in mir. Warum sagst du sowas? Ich will etwas erwidern, aber meine Kehle ist sehr trocken. Weil ich nicht antworte, nimmst du meine Hand. Du ziehst mich an dich und umarmst mich. Mein Kopf fällt in den Nacken, ich sinke zurück in die Dunkelheit, aus der ich gerade erst entflohen bin. Aber jetzt es ist friedlich dort und ich wehre mich nicht. Jemand ruft meinen Namen. Du. Wie konnte ich dich vergessen? Aber ich kann dir nicht antworten. Jetzt nicht mehr.


“Und wenn du jetzt fortgehen musst, an einen dunklen Ort, auch dorthin folge ich dir.“, flüsterst du. Ich nicke und weiß, dass ich allein gehe. Deine weichen Lippen auf meinen... Tränen fallen auf mein Gesicht.

Das Ende schmeckt süß.

nn

15.12.07 00:00


All that you can't leave behind...

Leb wohl.

Irgendetwas passiert gleich, ich kann fühlen,
wie es näher kommt.
Und ich denke, ich weiß, was es ist.
Ich habe keine Angst, zu sterben,
ich habe keine Angst zu leben.
Und wenn ich stolpere und falle,
hoffe ich, dass ich die Folgen spüre.

Die Kälte zwischen uns setzte plötzlich ein.
Wir benötigen etwas Abstand, unsere Haut ist dünn geworden.
Ich möchte, dass du weißt, dass ich dich nicht mehr brauche.

Wer kann schon sagen, wo uns das alles hinführt?
Wer kann schon wissen, was uns schließlich zerbricht?
Ich weiß nicht, wie es enden wird.
Und wer weiß schon, wann seine Zeit gekommen ist?

Es ist Sommer, ich kann das Salz in den Tropfen schmecken.
Dort wird ein Drachen vom Wind davongetragen.
Ich frage mich, was mit dir passieren wird,
du fragst dich, was mit mir geschehen ist.
Ich bin ein Mann, kein Kind mehr.
Ein Mann, der den Schatten in deinen Augen sieht.

Hab ich die Zeit mit dir verschwendet?
Wenn, dann nicht so, dass ich nicht kosten konnte.
Das Leben sollte schmecken, von der Geburt bis zum Tod.
Du bist die Letzte in einer Zeit, in der sich alles änderte.

Ich schreibe momentan so wenig Blogeinträge, weil ich innerlich leer bin. Ich hoffe, das ändert sich bald.

Der Eintrag ist aus der Ernüchterung entstanden, die sich einstellt, wenn man die rosarote Brille absetzen muss. Ich hätte sie lieber auf meiner Nase behalten. Ich frag mich, ob ich mir die ganze Zeit was vorgemacht habe. Und ich habe das Gefühl, dass ich dem Mädchen Unrecht tue. Es kann doch nicht alles nur Einbildung gewesen sein?

nn

20.12.07 00:00


Hold me, thrill me, kiss me, kill me...

Du solltest dich schuldig fühlen!
Du besitzt so viel und nichts,
gar nichts hast du dafür getan.
Schau dich an, selbstherrlich und habgierig,
im Spiegel siehst du den Tod...
Jetzt hast du Angst, alles zu verlieren,
was du zusammengerafft hast.
Irgendwann wirst du merken,
dass dieses Gefühl nicht mehr schwindet.
Denn du klammerst alles an dich - so eng,
bis in deinen Armen nichts mehr übrig ist,
was es wert wäre, behalten zu werden.

Leb wohl.
Du kannst deine Hülle aus Lügen behalten.
Ich werde die Sonne berühren und
ich werde nicht wieder zurückkommen.
Leb wohl. Nein, kein emotionaler Abschied.
Du wirst dich an mich klammern.
Wir werden unter der Sonne sein,
und du wirst in ihrer Hitze vergehen.

Du machst Schritte, die dich schwanken lassen,
doch dann gewöhnst du dich daran
und du wirst süchtig danach.
Was kannst du noch verlieren?
Du verletzt dich selbst
und du verletzt den, der dich liebt.
Dann entdeckst du,
das war keine Freiheit, es war nur Gier und
du tust es trotzdem wieder.
So dringend wolltest du ans Ziel gelangen,
dass du dich selbst unterwegs aufgeben musstest.
(War dein Gewissen zu schwer?)
Von deiner Last befreit,
bist du den Rest des Weges gegangen.
Und jetzt bist du hier,
deinen Namen hast du geändert,
deine Würde verloren,
aber das ist okay, es ist erlaubt,
wenn du es wirklich willst.
Das, was du unterwegs zurücklassen musstest,
vermisst du es nicht?

Leb wohl.
Du kannst dich jetzt nur noch selbst
mit deinen falschen Worten verführen.
Ich bin eigentlich schon lange fortgegangen,
heute habe ich das gemerkt.
Näher bei dir - jeden Tag,
ich wollte das n
ie auf diese Art.

Hab heute Charly and the Chocolate-Factory gesehen. Sehr cooler Film. Eins ist seltsam. Es geht um eine riesige Schokoladenfabrik, aber ich hatte die ganze Zeit keine Lust auf Süßigkeiten bekommen. Bin ich krank? Seit ich allein wohne, esse ich sowieso weniger Süßigkeiten. Ich sollte mal zum Arzt.^^

Gestern war der Weihnachtsball des Gymnasiums. War interessant, die ganzen Leute wiederzutreffen. [...] Aber mich verlässt schon wieder die Lust. Mein Leben ist zu langweilig, um es aufzuschreiben. Ich schreibe lieber etwas wichtiges: Heute ist Vollmond.

nn

23.12.07 00:00


 
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